Framing-Check von oft vorgebrachten Behauptungen zum Rundfunk
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    Ohne ö.r.R. hätten wir nur noch private Sender wie z.B. RTL !
    Antwort: Problem sind nicht die Sender, sondern das Medium. Rundfunk / TV verhindert Austausch. Sender vs. Empfänger. Derartige Medien sind ungeeignet für das Gelingen der Demokratie.
    Gebraucht werden Medien, Plattformen, Räume, welche Austausch ermöglichen. Diese existieren bisher nicht.
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    Im Internet kann ja jeder Fake-news verbreiten! Es kann jeder schreiben was er will.
    Antwort: Das sind zwei verschiedene Aussagen:
    1. Zur ersten Aussage:
      Es kann jeder schreiben was er will. Jeder hat das Recht zur Meinungsäußerung.
      Wenn nur wenige Ausgewählte die Möglichkeit zur Meinungsäußerung haben, passt das nicht zu Meinungsfreiheit und Demokratie.
    2. zur zweiten Aussage:
      Ob es sich bei einer Nachricht um "Fake-news" handelt, lässt sich nur durch Überprüfen feststellen. Eigenes Hinterfragen ist die beste Möglichkeit der Überprüfung.
       
      Direktes Hinterfragen zur Überprüfung ist per Internet möglich. Was per TV gesendet wird, kann man nicht direkt hinterfragen. Damit sind "Fake-news" beim Rundfunk problematischer als im Internet.
    Außerdem: Nicht hinterfragbare Aussagen sind keine Nachrichten.
     
    Zusammenfassend: Jeder Bürger sollte das Recht haben, an jeder öffentlichen Diskussion teilnehmen zu dürfen. Ein öffentliches Medium muss das Hinterfragen und den Austausch ermöglichen. "Fake-news" sind ein Problem, welches Medien geschuldet ist, welche Hinterfragen verhindern.
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    Nur der öffentlich rechtliche Rundfunk ist vertrauenswürdig und glaubwürdig.
    Antwort: Nur durch Hinterfragen ist der Wahrheitsgehalt von Aussagen festzustellen, siehe Antwort 2.2.
    Bei Rundfunk wird das eigene Hinterfragen durch blindes Vertrauen ersetzt.
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    Der ö.r. Rundfunk ist unabhängig von Wirtschaft und Politik. Die Anstalten verfolgen kein wirtschaftliches Interesse.
    Antwort: Die hohen Gehälter und Pensionen der Mitarbeiter hängen von der Finanzierung der Rundfunkanstalten ab.
    Einflussnahme auf Politik und Wirtschaft zum Selbsterhalt und zum Erhalt der Finanzierung ist damit erstrebenswert.
     

    Die Finanzierung hat großen Einfluss auf die Aktivitäten der Rundfunkanstalten.
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    Der Rundfunk ist staatsfern.
    Antwort: Was gewährleistet die Staatsferne?
     
    1. Die Finanzierung? Siehe Antwort zu Aussage 4.
    2. Kein staatlicher Einfluss? Der Auftrag wird durch Gesetzgeber festgelegt statt durch die Beitragszahler.
    3. Der Auftrag? Der Auftrag ist nicht der Rundfunk und nicht die Anstalten.
    4. Die Rundfunkräte? Diese sind immer wieder gesetzwidrig nicht staatsfern besetzt.
    5. Die Anstalten sind staatsfern?
      Durch die Intransparenz der Rundfunkanstalten ist es unmöglich, "Staatsferne" zu belegen.
      Wiederholte Auffälligkeiten sprechen für das Gegenteil.
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    Ich habe keine Zeit, alles zu hinterfragen. Ich kann doch nicht alles prüfen.
    Antwort: Blindes Vertrauen ist Einladung zum Missbrauch. Aussagen ohne Bedeutung für den Empfänger sind keine Information, sondern Unterhaltung. Umso mehr, wenn das Interesse des Empfängers daran so gering ist, dass er die Aussage nicht hinterfragen will.
    Das Desinteresse am Hinterfragen wird "Vertrauen" genannt. "fake-news" erkennt man am besten durch eigenes Hinterfragen und Nachdenken. Die Umdeutung der Unterhaltung als "Information" ist Framing der ö.r. RA
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    Minderheiten werden vertreten.
    Es ist nicht möglich, alle Minderheiten medial zu vertreten. Nicht einmal die Vielfalt der zugelassenen Parteien wird im Rundfunk abgebildet. Die Auswahl der "Minderheiten" und Themen ist pure Willkür.
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    Nur der ö.r.R. ermöglicht die Finanzierung von Kultur und nicht rentablen Programmen.
    1. Wieso sollten nicht-rentable Programme finanziert werden? Wem nutzt das? - Siehe Punkt 7.
    2. Wir finanzieren Anstalten, die Anstalten finanzieren Kultur. Warum finanzieren wir nicht die Kultur, die wir wollen?
    3. Warum und wie werden Themen ausgewählt, die die Mehrheit nicht interessiert oder die für sie bedeutungslos ist? - Siehe Punkt 7.
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    Der öffentlich rechtliche Rundfunk sorgt für Diversität
    Welche Diversität ist gemeint? Diversität der Inhalte, Bevölkerungsgruppen, Minderheiten, Themen, Meinungen?
    Die Auswahl ist undemokratisch und willkürlich. Siehe auch Punkte 7 & 8
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    Es ist sozial für Dinge zu zahlen die man selbst nicht nutzt.
    Rundfunk verhindert Austausch und Teilnahme, er trägt nicht zu einer gesunden Gesellschaft bei.
    Rundfunk verhindert das Gelingen der Demokratie.
    Außerdem: dass Geringverdiener überzogene Gehälter & Pensionen erarbeiten & mitbezahlen müssen, die höher als die von Spitzenpolitikern sind, ist keinesfalls sozial.
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    Der öffentlich rechtliche Rundfunk hat einen Bildungsauftrag.
    Warum soll Bildung eine Aufgabe des Rundfunks sein, statt Aufgabe der dafür vorgesehenen Einrichtungen (Schulen, Hochschulen, Bildungseinrichtungen)? Diese Bildungseinrichtungen können auf das konkrete Bildungsbedürfnis der Auszubildenden, Schüler, usw. eingehen. Das kann Rundfunk nicht.
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    Irgendwo muss die Wahrheit doch herkommen!
    "Wahrheit", die nicht hinterfragt werden kann, ist nicht Wahrheit, sondern Behauptung.
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    Der ö.r. Rundfunk liefert zuverlässig Informationen.
    Aussagen ohne Bedeutung (Relevanz) für den Empfänger sind keine Information, sondern Unterhaltung. Um relevante Informationen zu liefern, muss der Sender die Bedürfnisse des Empfängers kennen, was ohne Nachfrage nicht möglich ist.
     
    Jede nicht vom Nutzer getroffene Auswahl von Inhalten dient maximal der Unterhaltung, da die Relevanz für den Empfänger zufällig und unwahrscheinlich ist. weitere Informationen noch mehr informationen
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    Die Qualität der Sendungen ist hoch.
    Rundfunk soll wichtige und für den Empfänger bedeutsame Informationen liefern. Aber Rundfunk ist vor allem zum Konsumieren eingerichtet. Die Konsumenten können nicht selbst auswählen, was für sie wichtig ist. Stattdessen bestimmen Einzelne bei den Rundfunkanstalten, was gezeigt wird. Das ist vor allen seichte, anspruchslose, oft minderwertige Unterhaltung.
     
    Zudem fehlt, dass die Zuschauer die Inhalte nicht unmittelbar hinterfragen können. Qualität bezieht sich auf "Informationen". Rundfunk liefert Unterhaltung.
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    Den Beitrag muss doch jeder zahlen!
    Das ist falsch. Es gibt "Befreiungen". Diese werden von den anderen Abgebenzahlern mitgetragen, entgegen dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2018.
    https://www.buergermedienverein.de/
    2025/02/21